06.02.18 2. Abonnementkonzert

2. Abonnementkonzert
20:00 Uhr, Festsaal Ingolstadt

Mit Hugo Ticciati präsentiert sich ein Violinist, den Kritiker bereits zu den „wahrlich großen Musikern von morgen“ rechnen. „Sein technisches und musikalisches Können ist außergewöhnlich, überzeugend seine kreative Vorstellungskraft“, heißt es etwa. „Hugo Ticciati hat eine seltene Fähigkeit, ein tiefes Verständnis der Musik zu vermitteln und Licht auf seine spirituelle Absicht zu bringen“, schwärmt schließlich auch der Komponist Arvo Pärt. So ist es nur folgerichtig, dass im Rahmen seines Gastspiels beim GKO in Ingolstadt auch ein Werk von Pärt erklingt: „Festina lente“ für Streichorchester und Harfe aus dem Jahr 1988. Auch in diesem Werk ergründet der estnische Komponist eine betont schlichte, spirituell-meditative Tonsprache, die sich aus russisch-orthodoxer Sakralmusik speist. Pärt selbst spricht vom „Tintinnabuli“-Stil (Glöckchen-Stil). Hugo Ticciati ist hingegen in „Vox Amoris“ des lettischen Komponisten Pēteris Vasks zu erleben. In dieser Fantasie für Violine und Streicher von 2008/09 sind ebenfalls religiöse Spiritualität und Naturmystik allgegenwärtig,was eine weitere Brücke zu Josef Suk schlägt. Mit „St. Wenzels Choral“ reflektiert der Schwiegersohn von Antonín Dvořák einen altböhmischen Gesang, der seine Wurzeln im 12. Jahrhundert hat.
Als einer der ältesten Nachweise tschechischer Sprache gilt dieser Choral als Symbol kultureller und religiöser Identifikation des tschechischen Volkes. Die Streicher-Serenade von Dvořák rundet das Programm ab.

Arvo Pärt: „Festina lente“ für Streichorchester und Harfe
Pēteris Vasks: „Vox Amoris“, Fantasie für Violine und Streicher
Josef Suk: „St. Wenzels Choral“
Antonín Dvořák: Serenade für Streichorchester

Hugo Ticciati, Violine
Ruben Gazarian, Leitung

Zurück

Karten bestellen